·1 min Lesezeit
Die erste Nacht mit dem Welpen
Was realistisch ist, was zu erwarten ist und was du beruhigt weglassen kannst.

Die erste Nacht ist selten ruhig. Das ist normal. Ein Welpe ist gerade aus seinem gewohnten Umfeld — Mutter, Geschwister, vertraute Geräusche — in eine neue Welt umgezogen. Dass er Kontakt sucht, ist kein Erziehungsproblem. Es ist Biologie.
Worauf es in der ersten Nacht ankommt
Drei Dinge reichen:
- Nähe. Der Welpe schläft in den ersten Wochen idealerweise dort, wo du auch bist. Eine Box oder ein Körbchen neben dem Bett funktioniert für die meisten gut.
- Erreichbarkeit. Wenn er in der Nacht raus muss, muss er das anzeigen können — und du musst es mitbekommen. Stubenreinheit lernt sich nicht im Alleingang.
- Ruhe in deinem Verhalten. Kein hektisches Trösten, kein Schimpfen. Wenn er fiept, kurz Hand auflegen reicht oft.
Was du weglassen kannst
- Die Idee, dass Welpen "durchschlafen müssen". In den ersten Wochen schaffen die meisten 3–4 Stunden am Stück.
- Schlafzimmer-Verbote, die im Hauruckverfahren durchgesetzt werden. Kannst du später entspannt regeln, wenn der Hund angekommen ist.
- Die ersten zwei Wochen alles "richtig" machen zu wollen. Niemand macht alles richtig. Es reicht, in der Tendenz richtig zu liegen.
Wann es Sorge wert ist
Wenn der Welpe stundenlang panisch ist, sich nicht beruhigen lässt, durchnässt zittert oder Symptome zeigt (Durchfall, Erbrechen) — Tierarzt. Sonst: durchatmen. Die zweite Nacht ist meistens schon ruhiger.



